Geld sparen

Was kostet denn der ganze Spaß?

Um ehrlich zu sein, weiß ich natürlich jetzt noch nicht genau, was meine einjährige Reise kostet. Ich kalkuliere derzeit mit 15.000 €, das sind 1.250 € pro Monat und knapp 40 € pro Tag. Darin muss alles abgedeckt sein: Transportmittel, Unterkünfte, Verpflegung und natürlich Adventure. Das wird vor allem für die ersten Länder wie Kanada, USA und Neuseeland wahrscheinlich viel zu wenig sein. In Asien werde ich dafür dann aber nicht das ganze Monatsbudget benötigen. Außerdem plane ich in Neuseeland zu arbeiten, da kommt dann nochmal etwas rein. Fest steht: Sobald das Geld zu Ende ist, geht’s nach Hause.

Wie du dir ebenfalls das Geld für eine Weltreise ansparst!

Wenn du diszipliniert bist, ist es eigentlich gar nicht so schwer, versprochen! Angefangen zu sparen habe ich rund 10 Monate vor meiner geplanten Abreise. Je eher du also den Entschluss getroffen hast, desto mehr Zeit hast du, das Geld zusammen zu kratzen.

Ich möchte die Finanzierungstipps gerne in drei Kategorien unterteilen:

Geld verdienen
Meiner Meinung nach, ist es nicht mit einem Job getan, zumindest bei meinem Verdienst. Such dir also Nebenjobs auf Minijobbasis. In der Höchstzeit hatte ich insgesamt drei Jobs. Freitags nach dem Büro bin ich direkt Kellnern gefahren bis mitten in die Nacht und am nächsten Morgen um 8.00 Uhr aufgestanden, um meinem dritten Job nachzugehen (Abrechnung von Wochenmärkten). Und ja, es ist hart, neben einem Vollzeitjob noch nebenbei zu arbeiten, aber fang gar nicht erst an, dir Ausreden zu suchen, es gibt nämlich keine, wenn du dein Ziel wirklich erreichen willst. Und nein, es ist nicht schwer, Nebenjobs zu finden, wenn du bereit bist, auch Jobs zu machen, die evtl. nicht deiner Ausbildung entsprechen. Höre dich in deinem Freundeskreis oder bei deinen Kollegen um, ob du irgendwo mit anpacken kannst. Minijobs sind außerdem ziemlich unbürokratisch in der Abwicklung. Brauchst in der Regel nur einen Arbeitsvertrag du die Befreiung aus der Rentenversicherung unterschreiben, musst nichts beim Finanzamt angeben etc. Denk nur daran, dass du Nebenbeschäftigungen bei deinem Arbeitgeber angeben musst.

Im Übrigen habe ich die Erfahrung gemacht, dass es gut ist, von vornherein offen mit deinen Reiseplänen umzugehen. Häufig bewundern die Arbeitgeber deinen Ehrgeiz und sie können zudem besser planen, wenn sie wissen, wann du wieder weg bist.

Dein verdientes Geld solltest du gut zur Seite legen, bestenfalls so, dass du noch ein wenig Zinsen bekommst. Ich habe mein Geld direkt auf die DKB-Visa-Card überwiesen, dort gibt es für mich aktuell am meisten Zinsen (0,7 %). Macht bei 15.000 € auch knapp 100 €.

Ausgaben verringern
Schön, wenn du viel Geld einnimmst, nicht so schön, wenn du alles wieder ausgibst. Schaue dir deine monatlichen Abbuchungen vom Konto an und sieh zu, dass du deine Verbindlichkeiten verringerst. Beachte dabei auch Kündigungsfristen. Unterwegs benötigst du dein Handyvertrag von Zuhause sowieso nicht, also kündige ihn doch direkt und überbrücke die Zeit bis zur Abreise mit Prepaidtarifen. Es sind vielleicht nur 30 € im Monat, aber wenn du dir meine Budgetkalkulation oben ansiehst, wirst du sehen, dass du damit fast einen ganzen Tag mehr reisen kannst. Das solltest du dir immer vor Augen halten.

Wahrscheinlich macht den dicksten Batzen deiner Ausgaben aber das Thema Wohnen aus. Denke auch hier langfristig: Du wirst deine Wohnung ebenfalls nicht mehr benötigen, wenn du unterwegs bist. Schaue dich also rechtzeitig nach Nachmietern um oder verhandle Untervermietungen. Du kannst auch überlegen, ob du die Wohnung ganz aufgibst und dir für die restlichen Monate in Deutschland eher ein WG-Zimmer suchst, da teilt man sich häufig nicht nur die Miete, sondern auch die Kosten für Einkäufe, den Internetanbieter, die Nebenkosten oder die Hausratversicherung. Ich für meinen Teil habe und hatte schon immer ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern und habe sie daher gefragt, ob ich nicht wieder Zuhause einziehen könnte. Ein Glücksgriff und nicht für jeden vorstellbar – ich weiß. Für mich ist es die perfekte Lösung gewesen, ich konnte mir so die komplette Miete und zugehörigen Nebenkosten sparen, so dass fast alle Einnahmen auf dem Sparkonto landen konnten. Außerdem kann ich Zuhause ein paar Habseligkeiten lagern, wenn ich weg bin und meine Eltern können meine Post öffnen etc. Wie wichtig eine funktionierende Homebase ist, könnt ihr übrigens in meinem Blogbeitrag darüber lesen.

Nächster großer Posten werden Versicherungen sein. Ich war immer mehr als gut abgesichert, was ich auch wichtig finde. Nichts desto trotz, ist es vielleicht mal Zeit für einen Versicherungsvergleich. Einige meiner Versicherungen habe ich einfach nur Beitragsfrei gestellt und nicht gleich gekündigt, so ist der Einstieg nach der Rückkehr einfacher. Wenn ich unterwegs bin, werde ich nur noch meine Langzeit-Auslandsreisekrankenversicherung, eine Haftpflichtversicherung und eine Unfallversicherung haben.

Zu guter Letzt gibt es dann noch die Freizeitausgaben. Muss es das teure Fitnessstudio sein, aus dessen Abo du eh nicht mehr rauskommst? Geh lieber draußen joggen – ist umsonst 😉 Da du ohnehin viel arbeiten wirst (vor allem am Wochenende), verringern sich die Ausgaben für’s Ausgehen fast von alleine. Wenn du dann doch mal los ziehst, fahr mit dem Nachtbus nach Hause und nicht mit dem Taxi. Lade deine Freunde vorher zu dir ein und jeder bringt etwas mit oder ihr kocht mal zusammen, statt essen zu gehen. Meide die Kantine und die Pizzabestellung in der Mittagspause, indem du dir Müsli ins Büro legst oder vorkochst.

Alles, was geht, zu Geld machen
Okay, du wirst es nicht glauben, aber die Leute kaufen jeden Quatsch. Sortiere deine Klamotten aus, deine Wohnungseinrichtung und deine technischen Spielerein und schmeiße sie nicht weg, obwohl du denkst, das braucht kein Mensch mehr. Setze die Klamotten bei Kleiderkreisel.de ein, verkaufe die Wohnungseinrichtung bestenfalls direkt an deinen Nachmieter und die technischen Spielerein wirfst du am besten bei ebay.de unter die Leute. Suche auf Facebook mal nach Flohmarktgruppen in deiner Region oder mach es wie ich und organisiere einen Flohmarkt für deine Familie und Freunde kurz vor deinem Auszug. Bei mir war es sogar so, dass meine Freunde ebenfalls Klamotten mitgebracht haben und zu meinen Gunsten verkaufst haben. Ich habe so ca. 1.400 € gemacht, plus ca. 1.200 € für Möbel vom Nachmieter und musste nicht mehr viel Schleppen beim Umzug. Du wirst sehen, dass du von allem viel zu viel besessen hast und es auch ohne geht.

Mache deine Meinung und dein Blut zu Geld: Gläsernen Mensch hin oder her, ich nehme regelmäßig an Umfragen teil, bei denen ich Punkte sammle, diese Punkte kann man hinterher in Amazongutscheine oder Bargeld umwandeln. Das Ganze ist wirklich sehr seriös und anonym. Ich kann die Plattformen https://www.askgfk.de und http://www.i-say.com empfehlen. Von den Gutscheinen und dem Geld habe ich mir dann noch Ausrüstung für die Reise gekauft und somit wieder Geld gespart.

Wenn du Geld verdienen willst und dabei was Gutes tun möchtest, gehe Blutspenden. Bei uns in Dortmund erhältst du dafür ein 20 € Aufwandsentschädigung, das kannst du als Frau 4 x im Jahr machen. Für Blutplättchen bekommst du sogar 40 €, das geht auch noch häufiger.

Zum Thema Finanzierung habe ich übrigens auch ein Video auf meinen YouTube-Kanal hochgeladen:

Jetzt heißt es unterwegs ebenfalls diszipliniert sein, dann steht einer langen Reise eigentlich nichts mehr im Wege.

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Hej, ich bin Lena und travelmad (=reisewütig). Auf meinem Blog nehme ich dich mit auf meine Weltreise und gebe dir nützliche Tipps für deine kommenden Reisen!
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