Uluru Australien

Oh du wunderschönes Australien – Part 1/3!

Wer hier über das Reisen bloggt, hat sicherlich schon unzählige Fernreisen gemacht. Naja, ehrlich gesagt nicht wirklich. Australien im April 2015 war für mich die erste weite Fernreise, bevor ich mich entschlossen habe, auf Weltreise zu gehen. Eigentlich wollte ich mein Fernweh mit dieser Reise stillen, aber es ist nur noch größer geworden.

Der Plan stand schnell. Zusammen mit meiner Tante, meinem Onkel und meinem Cousin werden wir meinen anderen Cousin während seines Work & Travel’s in Australien besuchen. Ziel war es in 4 Wochen möglichst viel zu sehen – also nichts mit slow travel und Erholung. Warum ich trotz des kurzen Aufenthalts so angetan von Australien bin, kannst du sicherlich zwischen den Zeilen dieses Reiseberichtes lesen:

Die Anreise war super anstrengend – auf rund 30 Stunden Ayers Rock im LandeanflugFlug habe ich kaum geschlafen. Von Düsseldorf ging es über Dubai nach Melbourne und direkt weiter ins Outback zum Ayers Rock. Von 1000 Fliegen und 35 Grad am Morgen sind wir dann am Ayers Rock Airport angekommen. Ich weiß nicht, ob Airport das richtige Wort ist. Eine Landbahn, ein Gepäckband, was nicht funktionierte und ein Getränkeautomat, der ebenfalls nicht funktionierte, ist alles, was es dort gab. Naja, wir hatten nur kurz Gelegenheit zum Umziehen und frisch machen und fühlten uns wie die letzten Menschen: Ausgetrocknet von Klimaanlagen, übermüdet und ungewaschen ging es also direkt zur Outbacktour mit Wayoutback.

Wir wurden von einem ziemlich coolen Bus abgeholt – ein wenig Armystyle – die anderen Touris waren alle in normalen Reisebussen unterwegs. Die Gruppe war überschaubar (10 andere Leute und wir). Unser Guide Cathy brachte uns zunächst ins Camp, wo wir unsere Koffer lassen konnten, die Tagesplanung besprochen haben und eine kleine Vorstellungsrunde hinter uns gebracht haben (als wir auf die Frage, was unser Lieblingsort in Australien ist, „wissen wir noch nicht“ sagten, weil wir nach 30 Stunden direkt hergeflogen sind, hatten wir den Respekt der Gruppe auf unserer Seite).

Dann ging es mit dem Bus zum Supermarkt (ja es gibt in der Wüste Australiens Supermärkte), wo wir uns mit Wasser und salzigen Snacks eindecken sollten, um uns vor Dehydration zu schützen. Gut ausgestattet ging es dann zum Cultural Center – museumsmäßig. Wir fanden nur den Schatten und die Toiletten spannend.

Dann also weiter zum Uluru, der sehr unwirklich aussieht. Man muss sich vorstellen, dass dort einfach weit und breit nur Wüste ist und dann liegt dort dieser riesen Rock und sieht aus als würde er gleich aufstehen und wegrennen. Einmal rundrum laufen sind 12 km über sehr künstlich angelegte Wanderwege. Hätte rund 4 Stunden gedauert, nichts für uns 😉 Wir sind dann nur Teilstücke gelaufen und Cathy hat uns zwischendurch einige Infos zur Aboriginekultur gegeben. Ich war sehr überrascht, dass es dort nicht so überlaufen war, teilweise waren wir ganz alleine. Die unnatürlichen, asphaltierten Wege und Parkplätze fand ich allerdings eher unpassend.

Dann war Beeilung angesagt, zum Sonnenuntergang und der berühmten Farbänderung des Uluru ging es zum Lookoutpoint. Hier waren dann auch die vorher vermissten anderen Touristen (ich schätze rund 1500 Leute). Wir haben uns gut platziert und konnten das Spektakel gut sehen und fotografieren. Sagenhaft wirklich: Von braun auf rot auf glühend orange. Dazu Sekt, Früchte und Smalltalk. Erst jetzt war uns so richtig klar, dass sich die Anstrengung gelohnt hat und die Laune verbesserte sich schlagartig.

Nach dem Sonnenuntergang ging es zurück ins Camp bestehend aus Zelten, Lagerfeuerplatz und Küchencamp. Etwas weiter weg waren Duschen und Toiletten. Komfortabler als erwartet. Uns wäre aber jede Dusche in diesem Moment recht gewesen. Wir haben dann noch gemeinsam noch Kängerubolognese gegessen und unsere Swags (ein Schlafsack mit integrierter Matratze) unter dem Sternenhimmel hergerichtet, der sich von seiner schönsten Seite zeigte. Um null Uhr war für mich die Nacht draußen allerdings vorbei, es war viel zu kalt und ich wollte nicht die 2 1/2 Nacht ohne Schlaf verbringen.

Nach einer kurzen Nacht wurden wir um 05.30h wieder geweckt. Im Dunkeln wurde das Camp geräumt und gesäubert. Ein schnelles Müsli plus Kaffee, dann ging es zu Fuß zu einem nahegelegenen Lookoutpoint, von dem wir den Ayers Rock noch einmal bei Sonnenaufgang angesehen haben, der nicht weniger unspektakulär als der Sonnenuntergang war. 

Kata TjuṯaAb ging’s danach zu den Kata Tjuta / The Olgas / Valley of the Winds, eine Berggruppe mitten im Nichts. Riesig und beeindruckend. Hier gab es keine asphaltierten Touriwege sondern unbefestigte Sand/Kiescanyons – das war schon eher nach meinem Geschmack. Die Wanderung (rund 3 Stunden) war gut anstrengend. Wir hatten bereits um 10.30h schon 34 Grad. Ab 36 Grad wird der Trail übrigens geschlossen. Auch diese Anstrengung hat sich aber gelohnt. Am schönsten Fleck der Olgas gab es dann noch Cookies und Fruits von Cathy. Kata Tjuta hat mir noch ein bisschen besser gefallen, als der Ayers Rock.

Unsere Tour endete am Mittag mit einem BurgerBBQ im Ayers Rock Resort, eine Oase in der Wüste mit Hotels aller Klassen, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Auch von hier hatte man den Uluru immer im Blick. Wir haben uns hier für das Emu Walk Apatment entschieden, grundsätzlich darf aber jeder alle Einrichtungen im Resort nutzen, auch die Pools der 5 Sterne Hotels, was wir natürlich direkt taten.

Am Abend waren wir für unser Abendessen im kleinen Supermarkt einkaufen und haben Brot, Wasser, Cola, Chips, Bananen, Nudeln, Thunfisch und Soße gekauft – 55 $, also Rund 40 €. Okay, zum ersten Mal haben wir also festgestellt, dass Australien nicht gerade das günstigste Land ist. Eigentlich hätten wir auch ein bisschen Alkohol vertragen können, es gibt dort aber keinen außerhalb der Restaurants zu kaufen – dies ist ein Teil der Absprachen, die mit den Aboriginis getroffen wurde.

In unserer ersten „richtigen“ Nacht in Australien hat sich unser Körper gleich einmal zurück geholt, was er brauchte. Wir haben 16 Stunden geschlafen und sind um 14.30 Uhr aufgeschreckt. Egal, wir haben nichts verpasst, denn es regnete an diesem Tag tatsächlich – unglaublich, wenn man bedenkt, dass es nur rund 14 Regentage im ganzen Jahr gibt. Am nächsten Morgen ging es wieder Richtung Flughafen und weiter nach Melbourne.

Zum folgenden Beitrag über Victoria und New South Wales geht es hier entlang. Nach Victoria und New South Wales ging es für uns nach Queensland.

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